Europa und die Globalisierung

Die Globalisierung ist längst nicht mehr nur ein Buzz-Wort, sondern längst Realität. So gehört es zur Tagesordnung, dass Firmen Arbeit in ein günstigeres Ausland auslagern oder dank der Vernetzung auch weitentfernte Geschehnisse sekundenschnell die Nachrichtenseiten der großen Medienhäuser erreichen. In den Jahren 2007 und 2008 haben sich vier Berichte mit der Rolle von Deutschland, Frankreich und Europa im Rahmen der internationalen Globalisierung spielen.
für oder gegen eu

Globalisierung:
An dieser Tatsache kommt kein Staat mehr vorbei

Die Berichte kommen dabei alle zu der Erkenntnis, dass es viele Vorbehalte, Angst und Ablehnung hinsichtlich der Globalisierung bestehen. Als Staaten verfolgen Deutschland und Frankreich angesichts dieser gemischten Gefühle ganz unterschiedliche Strategien. Während Deutschland versucht die eigenen Ideen in internationale Organisationen einzubringen, sieht sich Frankreich mehr als Vorbild für andere Staaten.
Reichstag Berlin
Noch bevor die Finanzmarktkrise von 2009 die Weltwirtschaft erschütterte, postulierten die unterschiedlichen Wissenschaftler und Stiftungen, dass es einer gemeinsamen Strategie auf europäischer Ebene Bedarf um den zukünftigen Herausforderungen zu begegnen. Die Konrad-Adenauer-Stiftung verweist hierbei beispielsweise auf Wirtschaftsgiganten wie China, während die Friedrich-Ebert-Stiftung bemängelt, dass

„die Europäische Union ein schwaches politisches System mit einflussreichen nationalen Regierungen geblieben ist.“

Die Warnung Cohen Tanugis vor riskanten Staatsanleihen erscheint heute weitseitig angesichts der wirtschaftlichen Verwerfungen, beispielsweise in Griechenland. Hubert Védrine betont in seinem Bericht, dass es einer „wesentlich bereitwilligeren Stellung Europas zur Globalisierung“ bedarf, um langfristig als Einzelstaaten aber auch als Europäische Union zu bestehen.